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Schleswig-Holsteiner messen sich bei internationalem Feuerwehrwettkampf
Mehrere Hundert Feuerwehrleute aus neun verschiedenen Nationen trafen am zweiten Septemberwochenende auf dem ehemaligen Berliner Flugplatz Tempelhof zusammen, darunter auch einige Schleswig-Holsteiner. Die Betriebssportgemeinschaft der Berliner Feuerwehr veranstaltete an diesem Wochenende auf dem ehemaligen Flugfeld die „Firefighter Combat Challenge“. Es handelte sich dabei bereits um die neunte Auflage dieses sportlichen Vergleichswettkampfes, der den Teilnehmern alles an Reserven abverlangt.
Auf Initiative von Manuel Fechtner (35, FF Kiel-Schilksee), Wettkampfteilnehmer seit 2009, fanden sich 2013 erstmals einige Feuerwehrkameraden aus Kiel, dem angrenzenden Umland (Altenholz, Fockbek) und Henstedt-Ulzburg zusammen um sich dieser sportlichen Herausforderung zu stellen und bilden seitdem das „TFA Team Vikings“.
Zur Vorbereitung auf die erste Wettkampfteilnahme wurde der Wettkampfparcours, der so konzipiert ist, dass er den Teilnehmern die Anforderungen bei den fünf häufigsten Tätigkeiten eines Brandeinsatzes in einem Durchgang abverlangt in Altenholz, Woche für Woche zum Training nachgebildet.
Zunächst muss bei dem Parcours mit einem geschulterten Schlauchpacket das dritte Obergeschoß bestiegen werden, oben angekommen muss ein weiterer, in einer Leine eingebundener Schlauch, hochgezogen werden. Wieder unten angekommen gilt es an der sogenannten „Keiser Force Maschine“ das Einschlagen einer Tür durch das Verschieben eines 72,5 kg schweren Gewichtes mit einem Vorschlaghammer über 1,5 Meter zu bewältigen. Es schließt sich ein rund 40 Meter langer Slalomlauf an. Darauf folgt das Ziehen eines mit Wasser gefüllten Schlauchs über etwa 20 Meter und das Treffen eines Ziels mit einem gezielten Wasserstoß. Den Abschluss bildet dann die Personenrettung, eine 80 kg schwere Personenpuppe muss über 30 Meter in das Ziel transportiert werden.
Nach erstmaligem erfolgreichen Start des TFA Team Vikings, das 2013 fünf Einzelstarter und ein Tandem (zwei Teilnehmer teilen sich die Aufgaben des Parcours) stellte, reisten die Schleswig-Holsteiner 2014 mit sechs Einzelstartern abermals an. Auf Grund der guten Vorbereitung – zwischenzeitlich hatten die Wettkämpfer für das Training auch eine eigene „Keiser Force Maschine“ besorgt – konnten alle Wettkämpfer an ihren Vorjahreszeiten anknüpfen oder gar diese unterbieten.
Im September diesen Jahres stand indes die dritte Wettkampfteilnahme für die Schleswig-Holsteiner an. Nachdem aus zeitlichen und koordinatorischen Gründen kein gemeinsames Wettkampftraining stattfand, ging es gänzlich unvorbereitet in die Bundeshauptstadt. Kai König (34, FF Kiel-Schilksee) und Niels Philip Kögler (23, FF Norderstedt), das dritte Mal in Folge beim Wettkampf dabei, starteten am Freitag, den 11. September, für Felix Nogens (21) und Fynn Bürstenbinder (22, beide FF Kiel-Schilksee) ging es am Samstag an den Start.
Mit Ausnahme von Felix Nogens – bei seiner ersten Wettkampfteilnahme und einer Zeit von 2:51:52 Minuten (Platz 166 von 253) stellte er den internen Teamrekord von Kai König aus dem vergangenen Jahr (3:03:23 Minuten) ein – konnten die Wettkämpfer den Parcours innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters zwar ohne Probleme und Strafzeiten absolvieren, erreichten aber nicht die Vorjahreszeiten.
Mit 03:17:89 landete Kai König auf Platz 208, Niels Philip Kögler erreichte mit einer Zeit von 03:39:54 den 218. Rang und Fynn Bürstenbinder kam nach 04:20:89 Minuten ins Ziel, das bedeutete Platz 234. Bester Schleswig-Holsteiner war im Übrigen Nils Semmelhaack (29) vom „Team Mittelholstein“, mit 02:13:46 landete er auf Platz 60.
Erstmalig trat das TFA Team Vikings bei diesem Jahr auch im Staffelwettkampf an. Unterstützt wurden die vier dabei von Christian Schütt (27), einem weiteren Starter aus Schleswig-Holstein, vom Team „TFA Challenger Holstein“. Im Staffelwettkampf, bei dem der Parcours auf die fünf Starter aufgeteilt wurde erreichten die Schleswig-Holsteiner mit einer Zeit von 02:20:00 Minuten Platz 43.
Eine adäquate Vorbereitung soll die Grundlage für die Teilnahme an der 10. Firefighter Combat Challenge im kommenden Jahr sein. Zuvor steht allerdings im Frühjahr der „Firefighter Stairrun“ an. Bei diesem Wettkampf müssen zweier Teams unter Atemschutz die 39. Etage des Park Inn Hotels am Berliner Alexanderplatz erklimmen. Auch dieser Wettkampf ist inzwischen ein fester Bestandteil im Wettkampfjahr, sowohl 2015, als auch 2014 gingen jeweils zwei Zweierteams für das TFA Team Vikings an den Start.
Bei der Firefighter Combat Challenge traten bisher zehn Starter aus den Feuerwehren Altenholz, Fockbek, Henstedt-Ulzburg, Kiel-Schilksee und Norderstedt für das „TFA Team Vikings“ an.
Bilder 1-3: Wolfgang Vorbeck, Bild 4: Kai König, Text: Niels Philip Kögler
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Am Freitag, dem 28. August hat die Freiwillige Feuerwehr Schilksee ein neues Löschfahrzeug erhalten.
Der Mercedes mit der Bezeichnung „HLF 20/16“ (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug mit einer Pumpenleistung von 2000l pro Minute und 1600l Wassertank, tatsächlich sogar 2000l) - war bislang auf der Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr Kiel am Westring stationiert. Das 2004 gebaute Fahrzeug wurde umfangreich überholt und neu lackiert. Es ist neben der Beladung zur Brandbekämpfung auch mit hydraulischem Rettungsgerät zur Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, einem Lüfter, einem Schlauchboot und einem Wassersauger ausgestattet. Das hydraulische Rettungsgerät, dass vom LF 16/12 der FF Schilksee übernommen wurde, soll mittelfristig durch ein neueres Gerät ersetzt werden. Neun Feuerwehrleute finden in der Kabine Platz. Das Fahrzeug hat 280 PS und ein Automatikgetriebe, so dass sich der Fahrer während Einsatzfahrten voll auf den Verkehr konzentrieren kann.
Mit dem neuen Fahrzeug wird die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr nochmals verbessert. Nachdem am Donnerstag die ersten Feuerwehrleute eine Einweisung für das Fahrzeug erhielten, wird die Ausbildung am Fahrzeug und den mitgeführten Geräten auch für die kommende Zeit ein Schwerpunkt der regelmäßigen Übungen sein.
Das Vorgängerfahrzeug, ein 19 Jahre altes Tanklöschfahrzeug 16/25, wird außer Dienst gestellt. Es wurde der Berufsfeuerwehr Kiel im 1996 zum 100-jährigen Jubiläum übergeben und war danach seit 2005 in Schilksee stationiert. Das Fahrzeug rückte bei einem Alarm meist zuerst aus und hat uns bei mehr als 400 (!) Einsätzen begleitet. Eine Fahrt ist uns noch besonders in Erinnerung: Im Mai 2008 blieb das Fahrzeug in Sichtweite eines großen Strohballenbrandes aufgrund einer Panne liegen. Wir konnten das Feuer natürlich trotzdem löschen…
Einweisung auf der Hauptwache.
Fahrzeugtausch in Schilksee.
Links das HLF, rechts das TLF.
Beladung Fahrerseite.
Beladung Beifahrerseite.
Heckbeladung und Pumpe.
Text: Kai Kröger Bilder: Jan Göbel
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Jan Laschinsky ist mit der Leistungsspange in Bronze der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr geehrt worden. Die Feuerwehr bedankt sich hiermit für 11 Jahre Jugendarbeit, die Jan in Schilksee geleistet hat.
Bereits im Alter von 10 Jahren ist Jan 1995 selbst in die Jugendfeuerwehr Schilksee eingetreten und hat hier unter anderem als Schriftwart und stellvertretender Jugendgruppenleiter Verantwortung übernommen. Nach seinem Übertritt in die Einsatzabteilung im Jahr 2003 hat Jan sich weiterhin für die Jugendfeuerwehr engagiert und wurde gleich zum stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart gewählt. Von 2006 bis 2012 leitete er die Jugendfeuerwehr dann als Jugendwart. Nach der Abgabe dieses Amtes an Björn Gründemann blieb er bis Ende 2014 noch dessen Stellvertreter. Somit war Jan über 11 Jahre in Verantwortung für unsere Jugendfeuerwehr.
In dieser Zeit sind insgesamt 17 (!!) heutige Mitglieder der Einsatzabteilung in der Jugendfeuerwehr ausgebildet worden und es ist auch Jans Verdienst, dass wir auf so viele junge, gut ausgebildete und motivierte Mitglieder haben.
Jan hat viele hundert Stunden in unsere Jugendfeuerwehr investiert. Hierfür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!
Text: Kai Kröger Bild: Stadtfeuerwehrverband Kiel
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770 Stufen, 39 Stockwerke unter Atemschutz in voller Schutzausrüstung – das war die Aufgabe, zu der die Kameraden Fynn Bürstenbinder und Kai König gemeinsam mit Niels Philip Kögler und Jörg Damm angetreten waren. Am Samstag, den 18. April 2015, traten sie in Berlin zu diesem Wettbewerb an. Teilnehmer aus ganz Deutschland und einigen europäischen Ländern trafen sich in Berlin auf dem Alexanderplatz, um durch das Treppenhaus im Park Inn Hotel zu laufen. Blockweise ging es zum Start – begleitet durch Dudelsackmusik als Ansporn. Dann starteten alle Teilnehmer im 30 Sekunden-Takt zunächst für 300m außerhalb des Hotels – und dann die 39 Stockwerke bis nach oben auf die Aussichtsplattform.
Wie im Atemschutzeinsatz startet man immer im Trupp und beide müssen auch gemeinsam oben ankommen. Die einzige Begrenzung ist die Atemluft in den Flaschen. Wenn die Luft alle ist, bevor man oben ankommt, ist man ausgeschieden. Jörg und Niels starteten zuerst, zwei Blöcke später machten sich Fynn und Kai auf den Weg. Alle sind in einer guten Zeit oben angekommen und waren stolz, diese Herausforderung gemeistert zu haben.
Die 4 Kameraden sind am Freitagnachmittag Richtung Berlin aufgebrochen und haben dort in einer Feuerwache übernachtet. Am Samstagmorgen ging es dann zum Alexanderplatz, wo ein breites Teilnehmerfeld wartete. Insgesamt 1440 Läufer in 720 Teams waren angetreten, eine logistische Herausforderung. Während der Läufe war im Hotel weiterhin Betrieb, viele fragende Blicke gab es von Seiten der Hotelbesucher.
Nach dem Absolvieren des Wettkampfes traten die 4 wieder ihre Heimreise an und waren am Samstagabend zurück in Schilksee.
Wir möchten uns bei der Feuerwehr Kiel-Schilksee dafür bedanken, dass wir in Berlin teilnehmen durften. Im nächsten Jahr möchten wir wieder dabei sein.
Text und Bilder: Kai König
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Bereits seit 1997 steht er an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Schilksee, nun wurde er von den Mitgliedern ohne Gegenstimme in seinem Amt bestätigt: Joachim Sienknecht (61) bleibt weitere sechs Jahre Wehrführer. Auf der Jahreshauptversammlung blickte die Wehr auf das vergangene Jahr zurück.
Zu insgesamt 56 Einsätzen wurden die Einsatzkräfte im Jahr 2014 alarmiert, darunter 36 Brände. Ende Mai konnte eine Person bei einem Wohnungsbrand in Pries nur noch tot geborgen werden. Durch schnelles Eingreifen konnte die Wehr im November den Brand in einem Stallgebäude im Entstehen löschen – die ersten Feuerwehrleute waren bereits fünf Minuten nach dem Alarm am Einsatzort. In Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Suchsdorf wurde im Dezember ein Feuer in der Dachkonstruktion eines Industriebetriebes gelöscht. Auch bei schweren Verkehrsunfällen und einem Wasserrettungseinsatz waren die 44 aktiven Mitglieder, von denen 29 mit Atemschutzgeräten eingesetzt werden dürfen, gefordert.
Auch zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen wurden absolviert, so etwa ein Geländefahrtraining und eine gemeinsame Übung mit der Nachbarwehr aus Strande. Weiterhin wurden über 280 Kinder aus Kindergärten und Schulen über das richtige Verhalten im Brandfall aufgeklärt.
Nach dem Neubau der Rettungswache Schilksee konnte die Feuerwehr die Räume der ehemaligen Rettungswache mit übernehmen. Hier sollen die Jugendfeuerwehr und ein Fahrzeug untergebracht werden – erste Planungen hierzu gibt es bereits seit 2003. Mit deutlichen Worten kritisierten die anwesenden Vertreter von Politik, Verwaltung und der Kieler Feuerwehrführung die Pannen bei den jetzt erforderlichen Baumaßnahmen: So war etwa das Feuerwehrhaus im Herbst wochenlang ohne Heizung und warmes Wasser (Anm. d. Red.: Warmes Wasser gibt es bis heute nicht.). Bei einem Einsatz musste festgestellt werden, dass die zur Alarmierung erforderliche Sirene ohne Rücksprache einfach abgestellt worden war.
Im Jahr 2015 wird die Feuerwehr ihre Ausstattung mit einem umfangreich beladenen Löschfahrzeug verbessern können. Das HLF 20/16 (Anm. d. Red.: Hilfeleistungslöschfahrzeug) verfügt unter anderem über ein Schlauchboot und steht zur Zeit noch bis der Berufsfeuerwehr im Dienst. Das 19 Jahre alte Tanklöschfahrzeug der Schilkseer Wehr wird ausgemustert.
Die Führung der Feuerwehr wird durch Kai Kröger komplettiert. Der 29-jährige wurde bereits im Herbst zum stellvertretenden Wehrführer gewählt und auf der Jahreshauptversammlung vereidigt.
Vereidigung von Kai Kröger
Die Versammlung wählte Jan Göbel zum Gruppenführer, Nico Hartwig zum Gerätewart und Jan Laschinsky zu seinem Stellvertreter. Stephan Woelke ist zum stellvertretenen Jugendwart gewählt worden. Samantha Klapproth, Dennis Pascal Meyer und Michel Sturm wurden zu Feuerwehrleuten befördert; die Beförderung zu Oberfeuerwehrleuten erhielten Marc Becker, Fynn Bürstenbinder, Tim Höllmer, Ines Rohde und Benjamin Schölzchen. Zu Hauptfeuerwehrleuten wurden Denise von Hofen und Lars Hasch ernannt. Den Dienstgrad Löschmeister tragen jetzt Sven Göbel und Moritz Wolter. Kai Kröger wurde zum Oberlöschmeister und Björn Gründemann zum Hauptlöschmeister befördert.
Michel Sturm, Samantha Klapproth, Dennis Pascal Meyer
Lars Hasch, Fynn Bürstenbinder, Marc Becker, Tim Höllmer, Ines Rohde, Denise von Hofen, Benjamin Schölzchen
Moritz Wolter, Sven Göbel, Björn Gründemann, Kai Kröger
Die Ehrung für 10 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr erhielten Fynn Bürstenbinder, Lars Hasch und Benjamin Schölzchen. Bereits seit 20 Jahren sind Björn Gründemann und Jan Laschinsky bei der Feuerwehr. Aus ihren Ämtern verabschiedet wurden Ernst-Wilhelm Kropp, der seit 18 Jahren als Gruppenführer tätig war, sowie Jan Laschinsky, der 11 Jahre in der Führung der Jugendfeuerwehr aktiv war.
Lars Hasch, Fynn Bürstenbinder, Benjamin Schölzchen
Björn Gründemann, Jan Laschinsky
Wilhelm Kropp, Jan Laschinsky
Kai Kröger, 10.01.2015
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